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Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Schnupper-M√∂glichkeiten in √Ėsterreich. Auch bei den Begrifflichkeiten werden unterschiedlichste Bezeichnungen verwendet. Damit Du auf der sicheren Seite bist und klar zwischen den Arten unterscheiden kannst, haben wir in diesem Artikel alle notwendigen Informationen √ľbersichtlich aufgelistet.

Welche Tätigkeiten zählen zum Schnuppern?

Durch Zuschauen, Fragen stellen und Ausprobieren einfacher, ungef√§hrlicher T√§tigkeiten k√∂nnen interessierte Sch√ľler:innen und Teenager verschiedene Berufe im Arbeitsalltag kennen lernen. Das kann T√§tigkeiten von einfachen Arbeiten bis hin zu Kundenterminen und Spezialt√§tigkeiten reichen. Was strikt verboten ist, sind der Einsatz von Schnuperrern als Ersatz oder Entlastung von Angestellten in einem Unternehmen. Es darf zu keiner Eingliederung der Interessenten in die Organisation und in das t√§gliche Gesch√§ft kommen. Falls gegen diesen Vorsatz versto√üen wird, drohen schwere arbeits- & sozialrechtliche Konsequenzen mit beh√∂rdlichen Instanzen.

D√ľrfen Schnuppertag entlohnt werden?

Auf diese Frage folgt ein klares „Nein“!
Da das Berufsschnuppern kein Arbeitsverh√§ltnis zwischen Jugendlichem und Unternehmen darstellt, besteht in der Regel auch kein Anspruch auf Entlohnung. Ganz egal ob die Schnupperinitiative privat oder als schulbezogene Veranstaltung erfolgt, darf den Schnupperern kein Entgelt bezahlt werden. Es gibt Einzelf√§lle bei denen sowohl im Interesse des Betriebes als auch im Interesse des Jugendlichen eine schriftliche Vereinbarung erfolgen, Entgelt-Zahlungen flie√üen. Ein Zeichen f√ľr Anerkennung und Wertsch√§tzung sind Gutscheine und Verpflegung vor Ort h√§ufig die Regel.

In unserem Artikel √ľber verschiedene Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten, findest Du eine √ľbersichtliche Darstellung:

Tipp: Unwissenheit sch√ľtzt nicht vor rechtlichem Schutz. Lieber informieren und auf der sicheren Seite zu sein.

Wie lange ist die Dauer beim Schnuppern?

Die generelle Regel lautet, dass das Berufsschnuppern pro Betrieb nicht l√§nger als 5 Tage am St√ľck dauern darf. Falls Jugendliche jedoch in mehreren Betrieben schnuppern wollen, dann darf der Zeitraum der Berufsorientierung aus Gr√ľnden der gesetzlichen Unfallversicherung insgesamt maximal 15 Tage pro Kalenderjahr betragen.

Das zust√§ndige Gesetz f√ľr diese Angelegenheiten ist das Kinder- und Jugendlichenbesch√§ftigungsgesetz. Berufsschnuppern z√§hlt zu einer rechtlich sehr heiklen Angelegenheit. Jugendliche d√ľrfen nicht l√§nger als 8 Stunden t√§glich zwischen den Zeiten von 7:00 – 18:00 im Betrieb anwesend sein.

Zeitliche Ausnahmen f√ľr Berufsschnuppern

Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen, falls die berufliche T√§tigkeit au√üerhalb der √ľblichen Kernarbeitszeit stattfindet. Bei Berufen mit besonderen Arbeitszeiten kann der Beginn bzw. das Ende der Schnupper-Zeit aus Gr√ľnden der praxisorientierten Berufsorientierung mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten davon abweichen.

Solche Berufsbilder können sein:

  • Rauchfangkehrer
  • Reinigungstechnik
  • B√§cker und Konditor
  • Maskenbildner
  • uvm.

ACHTUNG! Ausnahme bei Tourismus und Gastronomie

Nach den derzeit geltenden rechtlichen Regelungen der AUVA und der Krankenkassen sind unverbindliche Schnuppertage ‚ÄěNach der Schulpflicht und ohne aufrechten Schulbesuch‚Äú in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie nicht m√∂glich.

Wenn Du mehr dar√ľber wissen m√∂chtest, lies gerne in unserm Blog-Artikel √ľber notwendige Versicherungen nach.

Varianten von Schnuppertagen

ZeitpunktWährend der Unterrichtszeit
a.)Berufspraktische Tage/Woche
Während der Unterrichtszeit
b.)Individuelle
Berufspraktische Tage
Während der Unterrichtszeit
c.)Individuelle
Berufs(bildungs)-orientierung
Außerhalb der
Unterrichtszeit
Nach der Schulpflicht und
ohne aufrechten
Schulbesuch
BezeichnungSchnuppertage als
Schulveranstaltung, durch die Schule
organisiert,
während der Schulzeit.
Schnuppern als schulbezogene
Veranstaltung, organisiert von den
Sch√ľler/innen und deren
Erziehungsberechtigten, genehmigt und
administriert durch die Schule.
Schnuppern während der
Unterrichtszeit als schulbezogene
Veranstaltungen, organisiert von
Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern und deren
Erziehungsberechtigten, genehmigt durch
die Schule.
Schnuppern außerhalb der
Unterrichtszeit (z. B. Ferien), von
Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern und deren
Erziehungsberechtigten organisiert.
Schnuppern f√ľr Jugendliche nach
Erf√ľllung der Schulpflicht und ohne
aufrechten Schulbesuch. Organisiert von
Jugendlichen, Erziehungsberechtigten oder
im Rahmen einer AMS-Maßnahme (wird
rechtlich als Volontariat gesehen).
ZielgruppeF√ľr Wiener Sch√ľler/innen ab der 8. SchulstufeF√ľr Wiener Pflichtsch√ľler/innen ab der 8. Schulstufe
(WMS, NMS, MS, PTS, FMS, SPZ, ZIS)
F√ľr Wiener Sch√ľler/innen ab der 8.
Schulstufe einer BMHS oder AHS
Alle Sch√ľler/innen ab der 8.SchulstufeJugendliche nach der Schulpflicht und
ohne aufrechten Schulbesuch
Gesetze bzw. Verordnungen‚Ė™Kinder‚Äď/Jugendlichenbesch√§ftigungsG
‚Ė™SchulunterrichtsG ¬ß13
‚Ė™Aufsichtspflichterlass
‚Ė™Schulveranstaltungsverordnung
‚Ė™Merkblatt der Bildungsdirektion Wien
‚Ė™Allgemeines SozialversicherungsG ¬ß175
‚Ė™Kinder‚Äď/Jugendlichenbesch√§ftigungsG
‚Ė™SchulunterrichtsG ¬ß13 a
‚Ė™Aufsichtspflichterlass
‚Ė™Merkblatt der Bildungsdirektion Wien
‚Ė™Allgemeines SozialversicherungsG ¬ß175
‚Ė™Kinder‚Äď/Jugendlichenbesch√§ftigungsG
‚Ė™SchulunterrichtsG ¬ß 13 a
‚Ė™Aufsichtspflichterlass
‚Ė™Merkblatt der Bildungsdirektion Wien
‚Ė™Allgemeines SozialversicherungsG ¬ß 175
‚Ė™Kinder‚Äď/Jugendlichenbesch√§ftigungsG
‚Ė™Allgemeines SozialversicherungsG ¬ß175
‚Ė™Kinder‚Äď/Jugendlichenbesch√§ftigungsG
‚Ė™BerufsausbildungsG
‚Ė™Allgemeines SozialversicherungsGz ¬ß 8
VerantwortungLehrer/innen, verantwortliche/r Betreuer/
in im Betrieb nach SchulunterrichtsG § 44a
Erziehungsberechtigte, Verantwortliche/r
Betreuer/in im Betrieb nach
SchulunterrichtsG § 44 a
Erziehungsberechtigte, verantwortliche/r
Betreuer/in im Betrieb nach
SchulunterrichtsG § 44a
Erziehungsberechtigte und
verantwortliche/r Betreuer/in im Betrieb
Erziehungsberechtigte oder
Eigenverantwortung nach Erreichen der
Volljährigkeit und Verantwortliche/r im
Betrieb
Formulare und InstitutionenOrganisationsplan durch die Schule.Organisiert durch die Sch√ľler/innen und
deren Erziehungsberechtigte, genehmigt
und administriert durch die Schule.
BiWi-Vereinbarung f√ľr Schnuppertage
(www.biwi.at/schnuppern)
BiWi-Vereinbarung f√ľr
Schnuppertage (www.biwi.at/
schnuppern)
BiWi-Vereinbarung f√ľr
Schnuppertage (www.biwi.at/
schnuppern)
Versicherung‚Ė™Unfallversicherung:
durch den Schulbesuch sichergestellt
‚Ė™Krankenversicherung:
durch die Mitversicherung bei den
Erziehungsberechtigten
‚Ė™Haftpflichtversicherung:
durch die Meldung der Schule √ľber das
BiWi-Online-Service
Unfallversicherung:
durch den Schulbesuch sichergestellt
‚Ė™ Krankenversicherung:
durch die Mitversicherung bei den
Erziehungsberechtigten
‚Ė™ Haftpflichtversicherung:
durch die Meldung der Schule √ľber das
BiWi-Online-Service
‚Ė™ Unfallversicherung:
durch den Schulbesuch sichergestellt
‚Ė™ Krankenversicherung:
durch die Mitversicherung bei den
Erziehungsberechtigten
‚Ė™ Haftpflichtversicherung:
√ľber das BiWi (muss pers√∂nlich von
Sch√ľler/in bzw. Erziehungsberechtigten
beantragt werden)
‚Ė™ Unfallversicherung:
durch den Schulbesuch sichergestellt
‚Ė™ Krankenversicherung:
durch die Mitversicherung bei den
Erziehungsberechtigten
‚Ė™ Haftpflichtversicherung:
√ľber das BiWi (muss pers√∂nlich von
Sch√ľler/in bzw. Erziehungsberechtigten
beantragt werden)
‚Ė™ Unfallversicherung:
Meldung an AUVA durch Betrieb
‚Ė™ Krankenversicherung:
durch die Mitversicherung bei den
Erziehungsberechtigten oder im Rahmen
einer AMS-Maßnahme
‚Ė™ Haftpflichtversicherung:
√ľber das BiWi (muss pers√∂nlich von
Sch√ľler/in bzw. Erziehungsberechtigten
beantragt werden)
Geltungsbereich der
Haftpflichtversicherung
‚Ė™ F√ľr Sch√ľler/innen, die eine Schule in
Wien besuchen.
‚Ė™ F√ľr Schnuppertage in Betrieben in
Wien. In besonderen Ausnahmefällen
und nach vorheriger R√ľcksprache mit
der Schulverwaltung auch in Betrieben
in Niederösterreich (Bestätigung im
Versicherungsfall erforderlich).
‚Ė™ F√ľr Sch√ľler/innen, die eine Schule in
Wien besuchen.
‚Ė™ F√ľr Schnuppertage in Betrieben
in Wien. In besonderen Ausnahmefällen
und nach vorheriger R√ľcksprache mit
der Schulverwaltung auch in Betrieben
in Niederösterreich (Bestätigung im
Versicherungsfall erforderlich).
‚Ė™ F√ľr Sch√ľler/innen, die eine Schule in
Wien besuchen und in einem Betrieb in
Wien schnuppern. In besonderen
Ausnahmefällen und nach vorheriger
R√ľcksprache mit der Schulverwaltung
auch in Betrieben in Niederösterreich
(Bestätigung im Versicherungsfall
erforderlich).
‚Ė™ F√ľr Sch√ľler/innen, die eine Schule in
Niederösterreich besuchen und in einem
Betrieb in Wien schnuppern.
‚Ė™ F√ľr Sch√ľler/innen, die eine Schule in
Wien besuchen und in einem Betrieb in
Wien oder Niederösterreich schnuppern.
‚Ė™ F√ľr Sch√ľler/innen, die eine Schule in
Niederösterreich besuchen und in einem
Betrieb in Wien schnuppern.
‚Ė™ F√ľr Jugendliche mit Wohnsitz in Wien,
die in einem Betrieb in Wien oder
Niederösterreich schnuppern.
‚Ė™ F√ľr Jugendliche mit Wohnsitz in allen
anderen Bundesländern, die in einem
Betrieb in Wien schnuppern.

F√ľr alle gilt:
‚Ė™ Ausschlie√ülich f√ľr Berufsschnuppertage in (Ausbildungs-)Betrieben.
‚Ė™ Keine BiWi-Haftpflichtversicherung ist m√∂glich f√ľr Schnuppertage in Schulen (z. B. AHS, ORG, BMHS), f√ľr Ma√ünahmen zur Unterst√ľtzung Jugendlicher beim √úbertritt in die Berufsausbildung (z. B. Produktionsschulen) oder Tagesstrukturen.

Weitere wichtige Adressen und Infos zum Schnuppern

BiWi – Berufsinformationszentrum der Wiener WirtschaftBildungsdirektion Wien
GPA-DJP – Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck,
Journalismus, Papier

W√§hringer G√ľrtel 97 | 1180 Wien
T 01/514 50-6528 | E mailbox@biwi.at
W www.biwi.at/schnuppern
Wipplingerstraße 28 | 1010 Wien
T 01/525 25 0 | W www.bildung-wien.gv.at
Alfred-Dallinger-Platz 1
1034 Wien
T 05 0301-21298 | E jugend@gpa-djp.at |
W www.jugend.gpa-djp.at

Wir beraten Dich gerne f√ľr Deinen individuellen Fall und beantworten Dir gerne kostenlos Deine offenen Fragen:

Disclaimer:
Possibly bereitet bestehende Informationen & Links auf und stellt diese √ľbersichtlich zur Verf√ľgung (ohne Gew√§hr).
Die Haftung zur √úberpr√ľfung von Dokumenten & Versicherungen liegt beim Betrieb bzw. dem Lehrpersonal oder Erziehungsberechtigten.

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